Zur Geschichte des Hauses

Ärmliche Zeiten durchlebten die Anwohner der Rosengasse im Mittelalter. Darauf lassen die Größe der zu einer der älteren Kellertonne gehörenden Räume ebenso schließen wie das Brandkataster von 1638.

Wohl erst um 1800 wurde das Grundstück des Quartiers Rosengasse 7 neu bebaut.

Dabei wurde die vorhandenen alte Kellertonne mit einbezogen.

Unterschiedliche Mauerwerksgefüge lassen darauf schließen, dass in den Neubau des 18. bzw. 19. Jahrhunderts Teile der alten Kelleranlage übernommen wurden.

Um 1800 entstand das Eckgebäude zwischen Rosengasse/Seelensteig und Jüdenbergstraße. Wegen seiner recht guten Proportionen ist es von städtebaulich-denkmalpflegerische Bedeutung.

Von dem architektonisch reizvollen Treppenhaus aus der Entstehungszeit, den darin befindlichen Kreuzstockfenstern und Geländern einmal abgesehen ist das Gebäude nach Umbauten des späten 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts eher schmucklos geblieben.

1991 wurde das Gebäude denkmalpflegerisch erfasst. In den Jahrzehnten zuvor wurde die großzügige Gebäudeanlage wiederholt öffentlich genutzt, unter anderem als Handelsschule, Kindergarten und Sitz der Kreishygieneinspektion. Aus diesem Grund wurde das Gebäude mehrmals umgebaut. Nur wenig der ehemals gediegenen Architektur der Entstehungszeit wurde erhalten.